Die Martinshöhe in Sempach tritt topographisch als eine gegen Norden leicht abfallende Kuppe mit interessanten Aussichtsqualitäten in Erscheinung. Sowohl die sanften Hügelketten um den Sempachersee als auch die Voralpen mit dem charakteristischen Pilatus im Vordergrund sind von der Martinshöhe aus erlebbar. In der nähren Umgebung ist es eine poetisch anmutende Senke im Nordosten des Grundstückes welche die Atmosphäre des Ortes im Wesentlichen bestimmt. Dieser Vielfalt von Eigenheiten entgegnet der Entwurf mit einem allseitig orientierten Bebauungsmuster. Die drei in ihrer Grundform überraschenden Neubauten thematisieren die individuelle landschaftliche Lage des Ortes und vermitteln zwischen den angrenzenden heterogenen Bebauungsstrukturen und dem weiten Landschaftsraum. Die Konzentration den Bauvolumen hat grosszügige, zusammenhängende Freiräume zur Folge welche die neue Wohnsiedlung ebenso durchdringen wie umspülen. Die sternförmigen Bauvolumen eröffnen vielfältige Blickbezüge mit unterschiedlichen Ausrichtungen und sind hervorragend besonnt. Während die Bauten im Osten, Süden und Westen als viergeschossige Volumen mit Attikageschoss in Erscheinung treten ermöglicht die sanft modellierte Umgebung den tiefer gelegten Zutritt der Häuser im Norden.

Standort: Martinshöhe, 6204 Sempach
Auftraggeber: Kirchenrat, Katholische Kirchgemeinde, Sempach
Studienauftrag: Herbst, 2008, 2. Rang
Landschaftsarchitekt: Koepfli Partner GmbH, Luzern