Die heutige Seniorenresidenz in Sarnen befindet sich im städtebaulichen Spannungsfeld von kleinmasstäblichen Bauten im Osten des Areals, öffentlichen Grossbauten im Westen des Grundstückes und einer landschaftlich reizvollen Ebene im Süden, welche sich zum Sarnersee hin erstreckt. Die bestehenden Bauten der Anlage sind vielschichtig strukturiert und werden von einer sorgfältig gepflegten Umgebung eingefasst. Der städtebaulich anspruchsvollen Aufgabe wird mit einem liegenden und einem stehenden Bauvolumen begegnet. Mit der Erweiterung der Seniorenresidenz entsteht ein differenziertes Konglomerat unterschiedlicher Bauten. Das viergeschossige Pflegegebäude im Bereich der heutigen Kleingartenzone beruhigt die generelle Heterogenität der Anlage und bildet einen klaren räumlichen Abschluss im Osten. Der flache Neubau vermag über eine volumetrische Abtreppung gut auf die Kleinbauten im Osten zu reagieren und wendet sich mit einer einfachen Geste hin zum bestehenden Park. Die Positionierung des in die Höhe strebenden Appartementhauses verdichtet die Anlage im Westen und vermag eine grosszügige Freifläche im Zentrum zu bilden. Dieser Aussenraum bildet das Herzstück der neuen Seniorenresidenz. Der einfachen Formensprache der Neubauten wird mit einem stimmigen Ausdruck begegnet. Natürliche Materialien und spezifische Oberflächenstrukturen prägen den Charakter der Häuser und begegnen dem Bestand mit Gestaltungswille und Respekt.

Standort: Am Schärme, 6060 Sarnen
Auftraggeber: Residenz „am Schärme“, Sarnen
Studienauftrag: Sommer, 2012, 2. Rang
Landschaftsarchitekt: Appert & Zwahlen GmbH, Cham