Pilatusplatz Luzern

Bauart: Neubau
Nutzung: Dienstleistung, Gewerbe, Wohnen
Standort: Pilatusplatz, 6003 Luzern
Investorenwettbewerb: 2020, 2. Runde
Totalunternehmer: Renggli AG, Sursee
Investor: Previs Vorsorge, Bern

Mitten im Herzen der Stadt Luzern soll der geschichtsträchtige Ort am Pilatusplatz mit einem Wohn-und Geschäftshaus bebaut werden. Das Grundstück bildet die Schnittstelle von unterschiedlichen Stadträumen und spielt eine wichtige Rolle für die Gliederung dieser. Das Quartier ist im frühen 20. Jahrhundert entstanden, schachbrettartig aufgebaut und bestehend aus mehrgeschossigen Häuserzeilen. Die sechsgeschossigen Mietwohnungsblöcke der nahen Umgebung, mit ihren differenzierten auskragenden Balkonen, ihren Sockelgeschossen und steilen Mansardendächern, belegen den Internationalismus der Fremdenstadt. Mit grosszügigen Abständen zu den beiden angrenzenden Kopfbauten, fügt sich der Entwurf respektvoll entlang der Obergrundstrasse und der Pilatusstrasse ein. Das polygonale einfach geschnittene Volumen sucht die Analogie zu den klassischen ortsüblichen Geschäfts-und Wohnhäuser und versteht sich als Schlussstein des Gevierts. Mit 35 Meter Gebäudehöhe ragt der Neubau über die teppichartige Stadtlandschaft hinaus und verweist auf die wichtige Lage innerhalb der Neustadt. Die schlanke Hauptfassade, welche sich direkt zum Platz orientiert, gibt dem Ort eine neue unverwechselbare Identität. Der leichte Knick des Bauvolumens auf der Innenhofseite schafft einen Bezug zur Massstäblichkeit der Innenhofbauten und reagiert auf das nah stehende Riegelhaus. Der Abschluss des Gebäudes bildet das kreisförmige, ungerichtete Panoramageschoss im nördlichen Bereich des Baus. Ein klassischer und doch zeitgemässer Ausdruck prägt die Erscheinung des Entwurfs. Der wohlproportionierte, in allen Geschossen durchlaufende Raster ist dem Tragwerk in Holz geschuldet und strukturiert die Fassadeneinteilung. Ein massiver Sockel in Beton bildet die robuste Basis des Gebäudes. Die grosszügige Verglasung öffnet das Gebäude für die Öffentlichkeit und lässt den Pilatusplatz mit den Nutzungen des Erdgeschosses wie Restaurant und Läden miteinander verschmelzen.